Informatik/Nebenfach/Steuerungstechnik
Aus StudiWiki
von Peter Oberparleiter, erste Version vor April 1999
[bearbeiten] Fangen wir mal mit ein paar Definitionen an...
- define Infotiker "Informatikerinnen und Informatiker"
- define Student "Studentinnen und Studenten"
- define Nebenfach "Nebenfachin und Nebenfach" /* not yet implemented.. */
[bearbeiten] Worum geht es dabei überhaupt/was wird gelehrt? (Womit kann ich nach dem Besuch dieses Nebenfachs angeben...?-)
Es geht im Grunde um die (rechnergestützte) Ansteuerung von (Werkzeug-) Maschinen und Anlagen, die hauptsächlich in der industriellen Fertigung eingesetzt werden (z.B. Dreh- und Fräsmaschinen, Bearbeitungszentren, Industrieroboter, etc.).
Zum Stoff der Vorlesungen gehören u.a. Grundlagen des Maschinenbaus (vom Stahlklotz zum 380 PS "links-blink-Mobil" mit Stern...), ein kurzer Blick in Richtung Regelungstechnik ( (mechanische) Systeme aus Sicht des gelangweilten Mathematikers) und eine erste Einführung in die Steuerungstechnik.
[bearbeiten] Wieviele Infotiker wählen das Fach im Durchschnitt pro Semester (Schätzung)?
Laut Studienberatung bis zu 10 Studies pro Semester, in unserem Jahrgang waren es 4 Informatiker (hint). Seit dem WS98 gesellen sich bei einigen Vorlesungen noch diejenigen Softwaretechniker dazu, die als Anwendungsfach "Automatisierung" gewählt haben.
[bearbeiten] Voraussetzungen und Anforderungen beim Nebenfach allgemein? Schwierigkeitsgrad?
Ein wenig Technik-Interesse ist von Vorteil, es wird aber kein Vorwissen verlangt, welches man im Vordiplom Informatik nicht gelehrt bekommt. Die Prüfungen sind von leichtem bis mittlerem Schwierigkeitsgrad (wenn man zum Vergleich die Prüfung zu "Info I-II" als leicht und die zu "Theoretische Informatik" als schwer ansieht).
[bearbeiten] Wo wird gelehrt (Stadtmitte, Vaihingen, nordsibirische Steppe..)?
Im Vordiplom finden alle Vorlesungen in Vaihingen statt. Für ein paar kleine Praktikumsversuche muß man sich aber auch mal in die Stadmitte, Seidenstraße, bemühen.
[bearbeiten] Veranstaltungen im Vordiplom? Konnten alle Vorlesungen ohne Komplikationen besucht werden?
Die Vorlesungen sind im einzelnen:
Steuerungstechnik I (ST) und Einführung in die Regelungstechnik (Reg), Grundlagen der Werkzeugmaschinen (GdW) oder Fabrikbetriebslehre (FBL) I und II, Fertigungslehre.
Abgesehen von einem Teil FBL finden alle Vorlesungen ausschließlich im Wintersemester statt, was diverse Komplikationen zur Folge hat. In unserem Jahrgang kam es außerdem noch zur Kollision bei den Terminen für ST und Fertigungslehre und der Hauptfachvorlesung Informatik III.
Eine (praktikable, da erfolgreich getestete) Möglichkeit war es, 45 Minuten Info III zu hören, um dann zu ST nach Vaihingen zu wechseln. Die Prüfung Fertigungslehre kann auch (mit entsprechenden Lernaufwand) erfolgreich abgelegt werden, ohne die Vorlesung besucht zu haben (zu Risiken und Nebenwirkung dieser Möglichkeit denke man bitte ein wenig über die eigenen Fähigkeiten nach...)
[bearbeiten] Kurzbeschreibung der einzelnen Veranstaltungen (aus der Sicht eines Studenten, der diese besucht hat) mit Angaben zum Inhalt, Voraussetzungen, Anforderungen und Machbarkeit.
Steuerungstechnik I: Es geht um Grundlagen der Steuerung: Definitionen, Methoden, was eine "Speicherprogrammierbare Steuerung (SPS)" ist, ein wenig KSN, ein wenig Hydraulik, ein wenig Mechanik. Das Themengebiet ist halbwegs verständlich.
Einführung in die Regelungstechnik: Wie man ein gegebenes System beschreibt (strukturell durch Blockdiagramme, mathematisch durch Differentialgleichungen), Regelkreise, Zusammenschaltung von Systemen, Stabilitätsberechnungen.
Diese Vorlesung ist das Maximum an Theorie bei den Steuerungstechnik- Vordiplomsvorlesungen, wobei der Dozent (Herr Göde) den Stoff relativ gut und interessant vermittelt. Es wird ein wenig "Höhere Mathematik" angewendet (im theoretischen Sinn...).
Da ST und Reg zusammen geprüft werden (d.h. es wird erst nach der Durchschnittbildung entschieden, ob man bestanden hat oder nicht), kann man sich bei akuten Mathe-Haß-Anfällen mit einer guten Note in ST retten.
Grundlagen der Werkzeugmaschinen (alternativ zu FBl I und II): Ein Ausflug in den Alltag der Maschinenbauer: Aufbau und Auslegung von Werkzeugmaschinen, ein paar Konstruktionshinweise, Einteilung und Bewertung, Entwicklungen, was zu beachten ist, was für Probleme auftreten.
Hier wird Wissen aus "Fertigungslehre" vorausgesetzt, was man aber mit ein paar gezielten Fragen (der Dozent dürfte das von Infotikern inzwischen gewöhnt sein...) ausgleichen kann.
Fertigungslehre: (Anm.: Autor hat die Vorlesung nie besucht) Eine Erstsemester-Maschinenbau-Vorlesung. Beschreibung von Materialien und Verfahren die vom Ausgangsstoff zum Werkstück führen.
Steuerungstechnisches Praktikum: Veranstaltung im Gebäude des ISW (das dazugehörige Institut), kann auch noch später im Hauptdiplom abgelegt werden. Es geht darum von 7 Versuchen und 3 angebotenen Kursen 6 Veranstaltungen mit Erfolg zu besuchen. Die Durchführung der Versuche läuft im allgemeinen ungefähr folgendermaßen ab: Man trifft sich in Gruppen zu 6-8 Leuten, hat sich vorher dank Versuchs-Unterlagen ein wenig über das aktuelle Thema informiert, schreibt einen Kurztest, schaut sich den Versuchsaufbau mal ein wenig an und läßt die anderen Versuchsteilnehmer dann ein wenig Schläuche umstöpseln, SPS-Programme schreiben, X-Window-Oberflächen basteln, und, und, und...
Allgemein gilt für alle Veranstaltungen, daß es im Vordiplom nur schriftliche Prüfungen gibt.
[bearbeiten] Wie sieht's mit Unterlagen zu den Vorlesungen aus? Beschaffungskriminalität? Aktualität? Prüfungsaufgaben?
In GdW, ST und Reg werden ausführliche Skripte zu Beginn der ersten Vorlesungen verkauft. Prüfungsaufgaben erhält man auch bei den Dozenten oder am jeweiligen Institut.
Zur Fertigungslehre gibt es das Buch "Einführung in die Fertigungs(!)technik(!)" von Warnecke/Westkämper.
[bearbeiten] Wie gehen die Dozenten auf die Bedürfnisse der Infotik- Nebenfächler ein, wie groß ist der Anteil an Infotikern?
Bei den meisten Veranstaltungen ist der Anteil an Infotikern relativ gering, weswegen unser Einfluß auf Terminplanungen auch recht klein ist. Manchmal vergessen die Dozenten, daß nicht alle ihrer Hörer Maschinenbauer sind - ein paar böse Blicke (oder vielleicht auch mal ein apathischer "Blick des Todes") schaffen da aber gleich Abhilfe.
[bearbeiten] Was gibt's bei der Prüfungsanmeldung im Vordiplom zu beachten? Wo findet diese statt? Was für Schwierigkeiten treten üblicherweise auf?
Anmeldung im Vordiplom beim Prüfungsamt Vaihingen. Keine Probleme.
[bearbeiten] Ansprechpartner bei Problemen/Fragen (Mitarbeiter, Studenten)
Siehe Studienplan Informatik, Fachstudienberatung Steuerungstechnik. Der Posten ist momentan (Stand Herbst 2000) mit Herrn Seyfarth besetzt (siehe auch Sprechstundeninfo des ISW).
[bearbeiten] Wo findet man Informationen zu den Terminen der einzelnen Nebenfach- Veranstaltungen (Stelle im Vorlesungsverzeichnis, Schwarzes Brett, etc)?
Die Termine findet man im Vorlesungsverzeichnis (in dem großen, blauen) unter der Überschrift "Maschinenwesen, >= 5. Semester".
Das ISW hat an der Uni Vaihingen auch ein eigenes schwarzes Brett, das man ab und zu mal besuchen sollte. Man findet es im 9er-Gebäude hinter der Maschinenbau-Fachschaft, zusammen mit den ganzen anderen Brettern der ingenieurwissenschaftlichen Fakultäten und Institute.
[bearbeiten] Sonstige Anmerkungen und Eindrücke (hier ist der Platz zum subjektiven Rummeckern/Ablästern).
Alle Angaben zu Veranstaltungen beziehen sich auf das WS97/98 und sind ohne die Benutzung von Handfeuerwaffen oder Gewehren entstanden.
[bearbeiten] Weitere Informationsquellen:
Die offizielle Seite zum Nebenfach Steuerungstechnik.
Die Seite des entsprechenden Instituts zum Nebenfach mit Information zur Vorlesung ST und zum steuerungstechnischen Praktikum.
Dort findet man Informationen und teilweise auch Prüfungsaufgaben zu den Vorlesungen Fertigungslehre und FBL.
