Informatik/Nebenfach/Bauingenieurwesen Verkehr
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[bearbeiten] Bauingenieurwesen - Fachrichtung Verkehr
[bearbeiten] Materialien
Mehr Infos gibt es auch auf den Seiten zum Anwendungsfach Verkehr der Softies: Softwaretechnik/Anwendungsfach/Verkehr
[bearbeiten] Ein paar einleitende Worte:
public class Verkehrswesen
{
// Diese zwei Definitionen haben sich bewährt ;)
public static String Infotiker = "Informatikerinnen und Informatiker";
public static String Student = "Studentinnen und Studenten";
};
[bearbeiten] Worum geht es in dem Fach überhaupt/was wird gelehrt? Womit kann ich nach dem Besuch dieses Nebenfachs angeben? :)
Das Nebenfach Verkehrswesen gehört zum Studiengang Bauingenieuwesen, darüber sollte man sich im Klaren sein (so manchem wurde das erst spät so richtig bewußt, *räusper* ;)
Neben viel Zeugs und Fachbegriffen (Beispiel: "Einrütteln von Nägeln in Beton"...) von den Bauigeln (wie sie sich selber gerne bezeichnen) geht es um die Planung und den Bau von Straßen(-Anlagen) und Einrichtungen des öffentlichen Personenverkehrs. Daneben werden auch die rechtlichen Grundlagen wie z.B. das Raumordnungsgesetz in weiteren (gar nicht so langweiligen) Veranstaltungen besprochen.
[bearbeiten] Wieviele Infotiker wählen das Fach im Durchschnitt pro Semester (Schätzung)?
In unserem Jahrgang waren es AFAIK vier Leuts, von denen drei dabei geblieben sind...
[bearbeiten] Voraussetzungen und Anforderungen beim Nebenfach allgemein? Schwierigkeitsgrad?
Prinzipiell ist das Wissen aus HM I&II die einzige Voraussetzung für dieses Nebenfach (*Pling* Aahaa! Da kann man das Zeugs also endlich mal brauchen...).
Ein Problem ist allerdings die doch *etwas* andere Vorgehensweise der Ingenieure, verglichen mit den eher wissenschaftlich-analytischen Denkweisen, die man bei uns Infotikern pflegt (jaa - nach bestandener TI-Prüfung bringt man solche Aussagen zustande...).
Der Schwierigkeitsgrad der Prüfungen ist zwar nur als leicht bis (manchmal) mittelschwer einzuordnen, es werden aber enorm viele Aufgaben gestellt und es ist praktisch unmöglich, sie alle in der zur Verfügung stehenden Zeit zu bearbeiten.
[bearbeiten] Wo wird gelehrt (Stadtmitte, Vaihingen, nordsibirische Steppe..)?
Bis zum Vordiplom finden alle Veranstaltungen in Vaihingen bei den Bauingenieuren/Maschinenbauern statt.
Veranstaltungen im Vordiplom? Konnten alle Vorlesungen ohne Komplikationen besucht werden?
- Kruschtel* *denk* Wie war das doch gleich..?
Für das Nebenfach sind drei Institute zuständig, bei denen diese Vorlesungen bis zum Vordiplom zu hören (und jeweils auch prüfen zu lassen...) sind:
[bearbeiten] Institut für Eisenbahn- und Verkehrswesen
"Betrieb und Entwurf von Schienenbahnen" (unter uns: "Eisenbahnvorlesung")
Im Sommersemester kann man dort dann auch gleich noch "Netz- und Betriebsplanung" sowie "Verkehrswirtschaft" hören, das gehört dann zwar schon zum Hauptdiplom, aber was tut man nicht alles (im Sinne eines "zügigen Studiums"...)
[bearbeiten] Institut für Raumordnung und Entwicklungsplanung
"Raumordnung und Umweltplanung"
Es ist nicht so schlimm, wenn man den Namen der Veranstaltung mit dem Namen des Instituts verwechselt, solange man das nicht in der Prüfung tut... Übrigens: das ist *die* Infotikervorlesung in dem NF schlechthin, hier sahnen wir traditionell so richtig in der Prüfung ab und die Ingenieure haben ihre Schwierigkeiten ;)
[bearbeiten] Institut für Straßen- und Verkehrswesen
"Einführung in die Verkehrsplanung" (Straßenvorlesung)
"Betrieb und Entwurf von Anlagen des Straßenverkehrs"
Davon muß man aber nur die Teile zum "Betrieb" hören (nur 1 SWS). Das ergab bei uns allerdings ein ziemliches Chaos und eigentlich haben wir nur was zum Thema "Lärm" gehört, was dann in der Prüfung eh' nicht drankam :-\
Die Vorlesungen bis zum Vordiplom konnten alle (relativ) problemlos besucht werden, die Probleme beginnen erst im Hauptstudium (derzeit kollidiert das NF mit sich selbst...)
Hinweis: Mittlerweile können sich die Daten zu Terminen und Dozenten geändet haben. Aktuellere Informationen hierzu findet man auf der Webseite des entsprechenden Instituts.
jw: Inzwischen ist die ganze Vorlesung "Betrieb und Entwurf von Anlagen des Straßenverkehrs" Bestandteil des Vordiploms.
[bearbeiten] Kurzbeschreibung der einzelnen Veranstaltungen (aus der Sicht eines Studenten, der diese besucht hat) mit Angaben zum Inhalt, Voraussetzungen, Anforderungen und Machbarkeit.
"Betrieb und Entwurf von Schienenbahnen"
Hier geht es hauptsächlich um Eisenbahnen und Straßenbahnen, also um Schienen, Weichen, Riffel (das sind Verschleißerscheinungen auf den Schienen und *nichts anderes*, Gott war das peinlich...), Signale, Fahrdynamik (komisch angewandte HM), Bahnhöfe...
Professor Heimerl (einer der studentenfreundlichsten Professoren, die mir bisher begegnet sind - großes Lob!) erzählt zu dem Thema viele interessante und manchmal auch sehr unterhaltsame Dinge (begleitet von multimedialen Beigaben wie DB-Werbefilmen aus den 70ern...).
Seine Assistenten versuchen dann (manchmal doch etwas ungeschickt) in den Vortragsübungen den Stoff zu vermitteln, der dann auch in der Prüfung drankommt...
Mit anderen Worten: Die Übungen sollte man sich auf jeden Fall antun. Möglichst weit nach vorne setzen, denn die Assistenten reden leise und schreiben winzig, aber was sie machen kommt halt in der Prüfung.
Als Prüfungsvorleistung muß dann in Gruppenarbeit ein Bahnhof (auf dem Papier!) konstruiert werden, den man dann von einem Mitarbeiter des Instituts anerkennen lassen muß. Die finden es übringens nicht ganz so gut, wenn man zwei Züge auf einem Gleis mit Streckenhöchstgeschwindigkeit aufeinander zufahren läßt...
Wichtig: Innerhalb dieser Besprechung wird auch gleich etwas Wissen aus der Vorlesung und v.a. aus den Übungen geprüft; also vielleicht nicht *ganz* unvorbereitet dort erscheinen...
"Raumordnung und Umweltplanung"
Das ist die Vorlesung über Gesetze und Verordnungen, bei uns von Frau Dr. Winkelmann gehalten. Sicherlich nichts Aufregendes, aber wenn man sich ein bißchen mit der Materie beschäftigt, kann das sogar Spaß machen. Da die Prüfung bei den Ingenieuren als eigentlich unmachbar gilt, werden zusätzlich noch sog. Tutorien angeboten, in denen der Stoff nochmals vermittelt wird und in denen auch alte Prüfungsaufgaben durchgegangen werden. Ich würde die Tutorien auf jeden Fall besuchen; die Vorlesung...naja...also ich war meistens dort.
"Einführung in die Verkehrsplanung" "Betrieb und Entwurf von Anlagen des Straßenverkehrs"
Ähnelt vom Aufbau her sehr der Eisenbahnvorlesung, allerdings wird in der Vorlesung doch hin und wieder auch Prüfungsstoff behandelt, aber auch hier liegt der Schwerpunkt auf den Übungen...
Vermittelt werden solche Dinge wie Straßenbau, Ampelprogramme (äh.. ich meine natürlich Steuerprogramme für *Lichtsignalanlagen*), Berechnungen von Kurven, Kuppen(-ausrundungen), Lärmschutzwälle...
[bearbeiten] Wie sieht's mit Unterlagen zu den Vorlesungen aus? Beschaffungskriminalität? Aktualität? Prüfungsaufgaben?
Meist zu Beginn der Veranstaltungen werden dicke Skripte ("Umdrucke") verkauft, in denen mit vielen Worten Teile des Vorlesungsinhalts und des Übungsinhalts abgedruckt sind.
Von "Raumordnung" einmal abgesehen, sind diese Unterlagen aber alles andere als vollständig. Zum Teil gibt es während der Veranstaltungen dann noch Ergänzungen.
Noch schlechter sieht es bei der Literatur aus: Es gibt praktisch keine, von irgendwelchen Gesetzbüchern und Verordnungen einmal abgesehen.
Die Fachschaft der Bauingenieure bietet aber (inzwischen auch geordnete) Sammlungen von alten Prüfungen zum Kopieren an - die erweisen sich als recht nützlich.
2004-02-20: Die Fachschaft Informatik hat auch einen Teil der Prüfungen (zumindest die Raumordnungs-Geschichten und die Eisenbahn-Vorlesung)
[bearbeiten] Wie gehen die Dozenten auf die Bedürfnisse der Infotik- Nebenfächler ein, wie groß ist der Anteil an Infotikern?
Der Anteil der Infotiker ist recht gering, insofern kam uns sogar überproportional viel Bedeutung zu. Beim Institut für Eisenbahn- und Verkehrswesen gab es sogar einen eigenen Studienberater für uns Informatiker - der hat das Institut aber inzwischen leider verlassen.
Wir konnten also recht zufrieden sein. Man sollte sich allerdings in jedem Semester mal bei den Instituten blicken lassen, sonst kann es schon vorkommen, daß "vergessen" wird, die Prüfungen auch für Infotiker anzubieten.
[bearbeiten] Was gibt's bei der Prüfungsanmeldung im Vordiplom zu beachten? Wo findet diese statt? Was für Schwierigkeiten treten üblicherweise auf?
Man meldet das NF einmal am Prüfungsamt an, anschließend meldet man jede der drei Teilprüfungen an den jeweiligen Instituten an (am Eisenbahninstitut ist die Prüfungsanmeldung relativ früh im Semester - naja, wir haben das damals auch verschlafen...).
[bearbeiten] Ansprechpartner bei Problemen/Fragen (Mitarbeiter, Studenten)
Am Institut für Eisenbahn- und Verkehrswesen ist AFAIK inzwischen der Akademische Rat Dr. Umbach für uns zuständig, bei den anderen Instituten gibt es keine so strenge Zurodnung.
Einfach 'reinschlappen und den Erstbesten belästigen - man wird dann schon an den Richtigen verwiesen (oder an jmd., der einen an den Richtigen verweist, der dann auf Exkursion ist....)
[bearbeiten] Sonstige Anmerkungen und Eindrücke (hier ist der Platz zum subjektiven Rummeckern/Ablästern).
Moment! Ich hab' doch schon ständig rumgemeckert und gelästert..??
jw: Besonders ungeschickt ist die Prüfungsregelung im Hauptdiplom: Man sammle über Jahre hinweg Vorlesungen und prüfe diese dann institutsweise in EINEM Prüfungszeitraum, d.h. ich kann die 1V micker Vorlesung (und davon haben die Verkehrstechniker ziemlich viele), die ich vor 2 Jahren gehört habe, erst prüfen lassen, wenn ich alle anderen Vorlesungen des Instituts beisammen habe (oder Du bist mutig und besorgst Dir nur die Skripte, ackerst sie durch und läßt dann prüfen).
[bearbeiten] Weitere Informationsquellen
[bearbeiten] Credits
Günter Bartsch, erste Version vor April 1999
Anmerkungen von Jochen Widmaier (jw), Juni 2001
